Aktuell > Ist der Euro in gescheitert?



 Die CDU Gerlingen hatte den Sparkassenpräsidenten Peter Schneider zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und rund 40 interessierte Bürger waren der Einladung gefolgt.  Schneider betonte, wie wichtig der Euro für Deutschland ist. Der Wegfall des Währungsumtausches ist nicht nur für Reisende eine gute Sache, sondern hilft auch der Wirtschaft, die nicht mehr mit Währungsschwankungen konfrontiert ist. Der gemeinsame Euroraum stärkt die Investitionen und sorgt für Wachstum. Gerade in diesen Tagen zeigen sich die Probleme der Schweiz, die dem Euro nicht beigetreten ist.  Anhand von Schaubildern stellte Schneider die Entwicklungen der Zinsunterschiede zwischen den Ländern dar. Vor der Einführung des Euros gab es große Unterschiede, die mit Einführung des Euro - teils zu Unrecht - angeglichen wurden. Seit 2009 lässt sich beobachten, dass die Risikoaufschläge je nach Land wieder stärker variieren. Dies zeige deutlich die unterschiedlichen Positionen der einzelnen Staaten.   Schneider sprach sich für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer aus und wies darauf hin, dass besonders die Sparkassen trotz Krise die Kreditvergabemöglichkeiten nicht eingeschränkt haben, da der Mittelstand auf die Kredite der Hausbank angewiesen ist. Er betonte, dass es derzeit kein Problem mit der Inflation gebe, sondern dass die hohen Staatsverschuldungen in die Krise geführt haben. Für die Lösung der Euro-Probleme gebe es keinen Königsweg. Klar ist aber, dass zukünftig mehr Disziplin von allen Länder eingefordert werden muss.  Anschließend beantworteten Peter Schneider und Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der ebenfalls zur Veranstaltung gekommen war, die Fragen der anwesenden Personen.  Zusammenfassen lässt sich der Abend mit den Worten eines der CDU-Mitglieder: "Der Euro ist nicht gescheitert, aber es besteht die Gefahr, dass er scheitern wird."