Aktuell > Schulen und Eltern sorgen sich zu Recht vor Rot/Rot/Grün in Baden-Württemberg



Wie würde Bildung unter Rot/Rot/Grün in Baden-Württemberg aussehen?

Die Sorge von Schulrektoren und vieler Eltern zu erdrutschartigen Veränderungen im Schulsystem des Landes bei einem Regierungswechsel in Stuttgart besteht zu Recht. Im Wahlprogramm der Grünen ist von der Realschule schon gar keine Rede mehr, vielmehr ist dort die „Gemeinschaftsschule“ das erklärte Ziel. Die bedeutet, dass es eine Einheitsschule geben soll, in der die heutigen Haupt-, Werkreal-, Real-, und Gymnasialschüler 9 bis 10 Jahre lang gemeinsam eine Schule besuchen. Da es in Baden-Württemberg am 27.03. entweder eine Mehrheit für CDU/FDP oder eine Mehrheit für Grüne/SPD oder Grüne/SPD/LINKE geben könnte, lohnt sich auch ein Blick in die Vorhaben möglicher Koalitionspartner der Grünen, denn Grün wird kaum alleine regieren können.

Die SPD sieht in ihrem Wahlprogramm ebenfalls die sogenannte „Gemeinschaftsschule vor, in denen alle Schüler bis Klasse 10 gemeinsam lernen. Daran schließt sich eine gymnasiale Oberstufe an, die zum Abitur führt.“  Die LINKE will die inklusive Gemeinschaftsschule für alle Schülerinnen und Schüler bis einschließlich zur 10. Klasse. Die bisherige Sekundarstufe II (Oberstufe Gymnasium) soll ersetzt werden durch Oberstufenzentren, die die bestehenden Oberstufen zusammenfassen. Das ist dann das Aus des klassischen Gymnasiums.

Kurzum – alle drei Wahlprogramme bedeuten das Ende von einer differenzierten Schullandschaft und führen zu einer Einheitsschule. Diese Schulart hat sich noch in keinem Bundesland in Deutschland bewährt. 

An der Spitze aller Bildungstest, wie z.B. PISA stehen Bundesländer mit einem durchlässigen, gegliederten Schulsystem – Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen. Alle drei Bundesländer liegen beim internationalen PISA-Test auch im guten oberen Drittel aller weltweit teilnehmenden Staaten. Die CDU und die FDP halten an einem gegliederten, erfolgreichen Schulsystem fest und wollen keine ideologischen Experimente auf dem Rücken der Kinder.