Aktuell > Schulpolitischer Dialog



Auf Einladung der CDU Münchingen kam Sabine Kurtz MdL am 6.8.2013 in die Bürgerstube Lamm, um mit interessierten Mitbürgern über unsere Schulen und Schullandschaft zu sprechen.
Um Bildungspolitik zu verstehen, erklärte die Landtagsabgeordnete, ist es wichtig, das Menschenbild dahinter zu kennen. In der CDU wird der Einzelne respektiert wie ihn Gott geschaffen hat. Seine Stärken und Schwächen ändern nichts an seiner Wertigkeit. So ist Bildung nicht nur die Inhalte, die auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt werden, sondern darüber hinaus auch die Persönlichkeitsbildung und Wertebildung. Hier gibt es in Baden-Württemberg zusätzlich zu den Schulen ein vielfältiges Angebot von Vereinen, Kirchen und anderen Trägern, die Dinge vermitteln, die eine Schule nicht vermitteln kann.
Die Gemeinschaftsschulen sind einer der politischen Schwerpunkte der Grün-Roten Regierung. Deshalb wurde die Gemeinschaftsschulen nicht wie üblich über Testschulen eingeführt und parallel die Lehrpläne entsprechende den Erfahrungen neu gestaltet, sondern sie sind als Standardschule eingeführt ohne entsprechende Anpassung der Lehrpläne. Das pädagogische Fundament der Gemeinschafttschule wurde unter Anderem Peter Fratton gelegt. Er verttriit die 5 pädagogoischen Urbitten: Bringe mir nichts bei …, erkläre mir nicht …, erziehe mich nicht …, motiviere mich nicht … Die Landtagsabgeordnete bezweifelt, dass dieses der richtige Nährboden für eine erfolgreiche Bildung ist.
Die Gemeinschaftsschulen werden in Baden-Württemberg massiv gegenüber den anderen Schularten bevorzugt. Gemeinschaftschulen erhalten einen besseren Klassenteiler und mehr Stunden für zusätzliche Aktivitäten. Hier wird Rechnung getragen, dass der Lehrer jeden Schüler nach seiner Begabung individuell unterrichten soll. Zur Kompensation wurden im Ergänzungsbereich der anderen Schularten in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Kürzungen vorgenommen. Hierunter leiden Hausaufgabenbetreuung, Fördergruppen, Arbeitsgemeinschaften, Chöre, Theatergruppen und viele weitere wichtige Angebote. 
Kontrovers wurde über die Abschaffung der Grundschulempfehlung diskutiert. Es war Konsens, dass zumindest eine nichtbindende Empfehlung einer professionellen Fachkraft erforderlich ist, die das Kind aus dem Unterricht kennt und ein Vergleich zu den Mitschülern ziehen kann. Ebenso war Konsens, dass mit der Wahl der weiterführenden Schule, sei es durch Lehrer oder Eltern, es immer Kinder geben wird, die über- bzw. unterfordert werden.