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Ignoranz, Arroganz und Eitelkeiten waren die Auslöser der Finanzkrise

Rückblick auf die Einladungsveranstaltung Finanzkrise Ursachen und Auswirkung der Mittelstandsvereinigung der CDU Ludwigsburg.

Rund 300 Gäste konnte der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung (MIT) Ludwigsburg, Dr. Georg Zinger, im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses begrüßen. Sie alle suchten Aufklärung, wie die Finanzkrise geschehen konnte und Ausblicke, wie ein zukünftiges Finanzsystem gestaltet sein muss. An der Diskussion nahmen der Ditzinger Unternehmer Prof. Berthold Leibinger, Landesbischof Dr. Frank O. July und Sparkassenvorstand Harald Felzen teil.

In seinem einleitenden Referat nahm Harald Felzen kein Blatt vor den Mund: „Ignoranz, Arroganz und Eitelkeiten waren die Auslöser der Finanzkrise. Die Gier und mangelnde Bodenhaftung von Bankern und Kunden haben die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht“, so seine Analyse. Die deutschen Banker sprach er dabei nicht frei von Schuld, brach aber eine Lanze für die Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Gleichzeitg warnte er davor, den Sparkassen die Last der Sanierung der Landesbanken aufzubürden: „Die wären ein Mühlstein am Hals der Sparkassen, die uns in existenzielle Schwierigkeiten bringen würden“, so Felzen. Er plädierte für einen klaren ordnungspolitischen Kurs. „Es kann nicht sein, dass egal welche Risiken man eingeht, der Staat nachher die Lasten auffängt.“ Eine Auslagerung der faulen Bilanzwerte in eine Bad Bank und eine stärkere Orientierung an der Realwirtschaft seien wichtige Schritte zur Lösung der Krise. Dabei mahnte Felzen zur Eile: „Wenn bis Ende September der Abschwung nicht gebremst ist, droht uns auch im Landkreis Ludwigsburg eine deutliche Zunahme der Arbeitslosigkeit.“

Trumpf-Chef Berthold Leibinger blickte auf seine fünfzigjährige Tätigkeit als Unternehmer zurück und stellte fest, dass er bereits zwölf wirtschaftliche Abschwünge erlebt habe, „aber das ist die tiefste Krise.“ Die Gier von Managern und Unternehmern geißelte auch er, ebenso wie die staatliche Regulierungswut. Trotz häufiger geäußerter Sorgen vor einem Staatsbankrott und einer drohenden Währungsreform steht für ihn aber fest: „Die soziale Marktwirtschaft ist die menschengerechteste Wirtschaftordnung. Die freie Entscheidung, der Wettbewerb als Lebenselixier und die hohe Eigenverantwortung dürfen wir trotz der Krise nicht aufgeben.“

Der evangelische Landesbischof Frank O. July beschrieb zunächst, wie er als Vorsitzender der Landeskirche, Aufsichtsratsvorsitzender von "Brot für die Welt" und Chef von kircheneigenen Unternehmen auch Wirtschaftskompetenz beweisen müsse: "Ich habe gelernt, Bilanzen zu lesen." Die Kirchen stellen derzeit eine große Verunsicherung bei den Menschen fest. Die Schuldnerberatungen der Diakonie seien überlaufen. „Viele Menschen auch aus der Mittelschicht sind von Zukunftsängsten geplagt." Die Wirtschafts- und Finanzwelt sei ihnen unheimlich geworden. Deshalb forderte er eine Debatte über die Ethik der Wirtschaft und verbindliche Vereinbarungen hierüber. "Die soziale Marktwirtschaft ist ein gutes und menschliches Modell, unter dem Vorbehalt, dass der Mensch fehlbar ist", plädierte auch der Bischof dafür, die grundsätzliche Wirtschaftsordnung nicht in Frage zu stellen.

In der vom Ludwigsburger CDU-Bundestagskandidaten Stefan Bilger moderierten Diskussion standen ethische Fragen dann auch im Vordergrund. Für Bischof July stand fest, dass es nicht „nicht um Reparaturarbeiten, sondern um eine Grundbesinnung auf ethische Fragen geht. Die haben wir mehr denn je nötig." Auch Berthold Leibinger forderte dazu auf, die Verantwortung Einzelner zu formulieren, warnte aber gleichzeitig vor einer pauschalen Verurteilung alle Unternehmer: „Der mittelständische Unternehmer darf nicht gebrandmarkt aus der Krise herausgehen.“ Seinen Unternehmerkollegen schrieb er dabei aber ins Stammbuch, dass die Vorbildfunktion wieder gelebt werden müsse. „Maßlosigkeit an der Spitze überträgt sich auf das ganze System“, so Leibinger. Kreissparkassen-Vorstand Felzen glaubt aller-dings nicht, dass dauerhaft nur risikoarme Geschäfte abgeschlossen werden. „Wenn das Pendel in die andere Richtung schwingt¸ werden auch wieder Risikogeschäfte gemacht“.









 

 

 

 

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